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BRH Bundesverband Rettungshunde e.V.
Der Verband...
Nach dem zweiten Weltkrieg erkannte man immer mehr die vielfältigen
Verwendungsmöglichkeiten von Rettungshunden. In Deutschland hatten sich
Rettungshundestaffeln gebildet, die im Rahmen des Katastrophenschutzes
zum "Bundesverband für den Selbstschutz" (BVS) gehörten. Nach einer
Umstrukturierung 1974 kam aber das vorläufige Aus für die
Hundeausbildung auf diesem Gebiet. Die Hundeführer schlossen sich
unterschiedlichsten Organisationen an oder gründeten eigene Vereine. So
auch den "Baden-Württembergischen Rettungshunde-Verband" aus dem 1976
der "BRH Bundesverband für das Rettungshundewesen e.V." entstand.
Dieser Verband entwickelte sich in den folgenden Jahren zur größten
Rettungshundeorganisation in Deutschland.
70 Rettungshundestaffeln im gesamten Bundesgebiet
mehr als 2000 Mitglieder mit 1315 Hunde, von denen mehr als 521 eine Prüfung als Rettungshund
abgelegt haben
...Mitgliedschaft
Der BRH ist Mitglied in den verschiedensten Verbänden und Organisationen:
- Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband / Parität International seit 1983
- Verband für das Deutsche Hundewesen VDH als a.o. Mitglied seit 1985
- Gründungsmitglied der Internationalen Rettunghunde-Organisation IRO seit 1993
- Mitglied der ADH - Aktion Deutschland hilft - über den DPWV seit 2001
- Mitglied des dhv - Deutscher Hundesportverband seit 2003
- Mitglied im VDH - Verband für das Deutsche Hundewesen
- Mitglied der FCI - Federation Cynologique Internationale
Mitgliederstruktur...
Von den ca. 2000 Mitgliedern in den 70 Staffeln sind 1366 aktive
Mitglieder. Unter aktiv sind die Mitglieder zu verstehen, die als
Hundeführer, Suchgruppenhelfer, Zugführer Rettungshunde, Logistiker etc. an der
praktischen und theoretischen Ausbildung und an Einsätzen im
Rettungshundewesen teilnehmen.
Hunderassen...
Im Rettungshundewesen gibt es nicht den typischen Hund. Deshalb sind in
unserem Verband eine Vielzahl von unterschiedlichen Rassen und Mischlinge vertreten.
Die Auswahlkriterien beziehen sich im wesentlichen auf das Wesen, die
Arbeitsbereitschaft und Leistungsfähigkeit des Hundes.
Der/Die Rettungshundeführer/in ...
Durch die besondere Beanspruchung des Menschen und Hundes im
Katastropheneinsatz werden an den Hundeführer sowie Helfer zusätzliche
Anforderungen gestellt, die er mitbringen und periodisch unter Beweis
stellen muss. Neben dem festen Willen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz tätig zu
sein, muss er - neben der Hundeausbildung - auch praktische und
theoretische Kenntnisse in einsatzrelevanten Themen vermittelt bekommen
und beherrschen.
Ausbildung und Prüfungen...
Die Ausbildung wird in den RH-Staffeln durchgeführt. Grundvoraussetzung
für den Weg zum Rettungshund ist die Begleithunde-Prüfung nach VDH/AZG
bzw. eine Prüfung des praktischen Gehorsams (PG).
Nach einer Vorprüfung schließt sich die Hauptprüfung A in den Sparten
RH-Fläche und RH-Trümmer an.
Desweiteren können Prüfungen der Stufe B und die Prüfungen nach der
IPO-R A und B in allen Sparten (RH-Fläche, RH-Trümmer, RH-Fährte, RH-Lawine)
abgelegt werden.
Die Prüfungen werden von Staffel-unabhängigen Leistungsrichtern abgenommen.
Der BRH bietet den Staffeln bundesweit vielschichtige Ausbildungsmaßnahmen für
Hundeführer und Einsatzpersonal an.
Als Beweis des hohen Leistungsniveaus des BRH ist das erfolgreiche
Abschneiden bei den von der IRO jährlich durchgeführten
RH-Weltmeisterschaften. In den letzten Jahren konnten mehrmals 1.Plätze
in den Einzelsparten Fläche und Trümmer sowie die Titel des
Mannschaftsweltmeister gewonnen werden. 2004 wurde unsere Mannschaft bei der 10. RH-WM
in Wittstock/Brandenburg Vizeweltmeister
Alarmierungen und Einsätze...
Lokale und überregionale Alarmierungen werden über die Dienststellen der
Polizei, Feuerwehr, anderen Hilfsorganisationen oder Privatpersonen an
die zuständige Staffel geleitet.
Alarmierungen für Einsätze im Ausland gehen an die zentrale Einsatzleitung
des BRH und werden mit dem BMA und/oder der IRO abgestimmt. Alarmierungen und
Einsätze sind für den Alarmierenden kostenfrei.
In einigen Bundesländern ist der BRH in den Katastrophenschutz-Plan des
Landes eingebunden ( z.B. Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen
etc.) und/oder ist in den erweiterten Katastrophenschutz des
Landkreises integriert ( z.B. Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen
etc.).
Zusätzlich gibt es in einigen Bundesländern einen Kooperationsvertrag mit
dem Innenministerium des Landes zur Suche nach vermissten Personen in
Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden (z.B. Hessen). Dazu ist eine
zusätzliche Überprüfung der RH-Staffel durch die Landespolizeibehörde /
Polizeihundeschule erforderlich.
Innerhalb der letzten zehn Jahre stieg die Anzahl der Alarmierungen
kontinuierlich an. Wurden im Jahr 2000 noch bei 234 Alarmierungen unsere
RH-Teams zu Einsätzen gerufen, belief sich die Zahl in 2003 bereits auf
über 350.
Auslandseinsätze in Jemen, Italien und Armenien liegen bereits Jahre
zurück. In 1999 und 2000 war der BRH mit einem jeweils leistungsfähigem
Kontingent in der Türkei, Taiwan und Indien. 2003 waren unsere Einsatzkräfte
im Erdbebengebiet in Algerien und im Iran, Bam, tätig.
Die Erfahrungen aus diesen Einsätzen werden kontinuierlich in die
Ausbildung für Hundeführer und Einsatzkräfte eingebaut. Ein spezielles
Einsatzkonzept mit integrierter Einsatzüberprüfung der Teams stellt sicher,
dass die Leistungsfähigkeit und Wirkungsweise ständig verbessert wird.
2007: 410 Einsätze und 212 Alarmierungen, 11% Fund durch Rettungshundestaffeln
Weitere Information: www.brh.info
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