Auslandseinsatz Philippinen 2013

Humanitäre Soforthilfe der I.S.A.R. Germany und des BRH Bundesverbandes Rettungshunde

Erstes Team von BRH und I.S.A.R. Germany kehrt zurück – freudiger Empfang am Frankfurter Flughafen

Zweites Team löst belgisches Team B-Fast ab / Erneut über 200 Patienten pro Tag behandelt

Palo, Philippinen / Frankfurt (Main), Deutschland (21.11.2013): Dem erstem Einsatzteam wurde im Trainingscenter der Flughafenfeuerwehr Frankfurt ein freudiger Empfang bereitet: Zahlreiche Mitglieder des BRH Bundesverbandes Rettungshunde und der I.S.A.R. Germany sowie Familienangehörige nahmen die ersten Rückkehrer vom Auslandseinsatz Philippinen freudig in Empfang.
Unter anhaltendem Applaus entstieg das Einsatzteam dem Einsatzbus, die Freude über den erfolgreichen Einsatz und ein Nachhause kommen ohne größere Komplikationen war sehr groß. Die anwesenden Präsidiumsmitglieder der I.S.A.R. Germany und des BRH Bundesverbandes Rettungshunde lobten das Team für den professionell abgewickelten Einsatz. Ein Dank geht aber vor allem auch an die Familienangehörigen, Arbeitgeber und entsendenden deutschen Einheiten; gerade dieses Zusammenwirken ermöglicht überhaupt erst die Bereitstellung personell, fachlich und persönlich qualifizierter Einsatzteams in Großschadenslagen im Ausland.

Auf den Philippinen steht das zweite Team zwischenzeitlich voll im Einsatz: Bereits am 20.11.2013 haben die deutschen Katastrophenspezialisten und Notfallmediziner das mit den belgischen Kollegen von B-Fast gemeinsam geführte Feldlazarett wieder komplett übernommen. Die belgischen Kollegen, mit denen bereits eine mehrjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit bei internationalen Einsätzen gepflegt wird, hatten um 07:00 Uhr Ortszeit den Heimweg angetreten.
Insgesamt wurden heute 218 Patienten, fünf davon unter Narkose, behandelt. Elf Patienten wurden mit insgesamt fünf Krankentransporten in das Feldhospital der australischen Kollegen weiterverlegt.

Bisher über 500 Patienten im Feldlazarett von BRH und I.S.A.R. Germany behandelt

Einsatzleiter Michael Lesmeister: „Wir können hier wirklich etwas bewegen!" / Zweites Team vor Ort

 

Palo, Philippinen (19.11.2013): Der Andrang im Feldlazarett der deutschen Katastrophenspezialisten und Notfallmediziner im philippinischen Palo ist ungebrochen. Seit dem Start der Arbeiten am Donnerstag wurden bis 17.11.2013 über 500 Patienten behandelt. „Inzwischen kommen diese auch aus entlegeneren Gebieten zu uns, da immer mehr Straßen frei sind und sich die Arbeit des Teams immer mehr herumspricht", berichtet Einsatzleiter Michael Lesmeister. Die Mitglieder des Teams seien zwar „sehr erschöpft". „Aber alle fühlen sich gut, weil wir hier wirklich etwas bewegen können."

Zwischenzeitlich wurde ein zweites Team auf die Philippinen geschickt. Die Spezialisten ersetzen und verstärken die erste Einsatzgruppe.

Die meisten Patienten kommen mit schweren Schnittverletzungen, die sie sich beim Taifun durch herumfliegende Trümmerteile zugezogen haben. „Viele der Wunden sind nach dem Sturm nicht richtig behandelt worden und inzwischen sehr schwer infiziert", so der medizinische Leiter des deutschen Teams, Thomas Laackmann. Knapp 100 Patienten mussten im Feldlazarett bisher unter Narkose behandelt werden. Dabei arbeiten die 24 Ärzte, Schwestern, Pfleger, Sanitäter und Helfer von BRH Bundesverband Rettungshunde und I.S.A.R. Germany eng mit dem belgischen B-FAST Team zusammen. Inzwischen bilden beide Einheiten bei der medizinischen Versorgung sogar gemischte Teams.

Die Mitglieder des BRH Bundesverband Rettungshunde und I.S.A.R. Germany arbeiten alle ehrenamtlich. Der komplette Einsatz des Teams wird über Spenden finanziert, ob lebenswichtige Medikamente, Flüge oder Telefonkosten. Daher bitten BRH und I.S.A.R. Germany auch weiterhin um Spenden für ihre weltweite Arbeit nach schweren Katastrophen im Bereich der Humanitären Soforthilfe oder bei sonstigen Katastropheneinsätzen. „Ohne diese finanzielle Unterstützung sind die Einsätze nicht zu leisten", so BRH-Präsident Prof. Dr. Helmut Haller und I.S.A.R. Präsidentin Dr. Daniela Lesmeister.

 

BRH-ISAR-Germany zweites Team
BRH-ISAR-Germany zweites Team

EU-Kommissarin im Feldlazarett von I.S.A.R. Germany und BRH Bundesverband Rettungshunde

Dank für Arbeit des medizinischen Teams in der Katastrophenregion

 

Palo, Philippinen (16.11.2013): Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Kristalina Georgiewa, hat heute den Behandlungsplatz der Katastrophenspezialisten und Notfallmediziner der I.S.A.R. Germany und des Bundesverbandes Rettungshunde auf den Philippinen besucht.

Sie informierte sich über die Arbeit der Einheit in der Stadt Palo. Dabei bedankte sich Georgiewa für den Einsatz des deutschen Teams im Krisengebiet. Sie sei stolz, dass die europäischen Einheiten B-FAST aus Belgien und I.S.A.R. Germany / BRH Bundesverband Rettungshunde sehr schnell in der Katastrophenregion gewesen seien und nun in Palo hervorragend zusammenarbeiten würden. Beide Teams hätten mit als erste Einheiten eine medizinische Versorgung von Opfern der Wirbelsturms Haiyan sichergestellt, so Georgiewa.

Der medizinische Leiter des deutschen Soforthilfeteams, Thomas Laackmann, bedankte sich für den Besuch der EU Kommissarin im Feldlazarett. Dieser sei eine wichtige Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit der Teammitglieder. Für das Team sei es das wichtigste Ziel, Menschen in Katastrophenregionen so schnell wie möglich zu helfen.

Die Spezialisten für Humanitäre Soforthilfe haben in Palo 24 Ärzte, Sanitäter und Helfer im Einsatz. Sie behandeln die Patienten in Zelten. Die gesamte medizinische Ausrüstung wurde aus Deutschland mitgebracht. Dazu zählen auch zwei Tonnen Medikamente. Dabei handelt es sich um ein so genanntes „Medical Health Kit" und ein „Trauma Kit". Mit dem „Medical Health Kit" können 30.000 Menschen einen Monat lang medizinisch versorgt werden. Es beinhaltet Schmerzmittel, Antibiotika, Verbandsmaterial, Infusionslösungen und Wasserentkeimungstabletten. Das Trauma Kit wurde speziell für den Behandlungsplatz der Notfallmediziner zusammengestellt. In Paketen sind u.a. chirurgische Instrumente, Wundauflagen, Wunddesinfektionsmittel, Narkose- und Schmerzmittel enthalten.

Medizinisches Team von I.S.A.R. Germany in Palo im Einsatz / Behandlungsplatz aufgebaut / Andrang von Verletzten / „Jolanda" erblickt im Feldlazarett das Licht der Welt

Palo, Phillipinen (15.11.2013): Das medizinische Team der Humanitären Soforthilfe von I.S.A.R. Germany und des BRH Bundesverbandes Rettungshunde hat in der philippini¬schen Stadt Palo seine Arbeit aufgenommen. Direkt neben der Palo Cathedral wurde in der Nacht ein Behandlungsplatz aufgebaut. „Die Lage in der Stadt Palo ist bisher ruhig", berichtet Einsatzleiter Michael Lesmeister. „Dennoch wird der Behandlungsplatz vom philippinischen Militär gesichert". Die Stadt Palo liegt auf der Insel Leyte, rund zehn Kilometer von Tacloban entfernt. Die Stadt hat rund 63.000 Einwohner.

Noch während des Aufbaus des Feldlazaretts erblickte „Jolanda" das Licht der Welt. Das Mädchen und die Mutter sind wohlauf. I.S.A.R. Krankenschwester Ingeborg Wortmann unterstützte die Mutter bei der Geburt. "In all der Zerstörung und inmitten des vielen Leids, sei die Geburt ein wirklicher Lichtblick gewesen", so Wortmann.

Inzwischen kommen ununterbrochen Patienten zum Behandlungsplatz der deutschen Notfallmediziner und Katastrophenspezialisten: Eine Erste-Hilfe-Station schickt die schwereren Fälle zu dem Team aus Deutschland. Der medizinische Leiter Thomas Laackmann berichtet: "Wir haben es hier mit ähnlichen Verletzungen wie nach dem schweren Erdbeben 2010 in Haiti zu tun. Hauptsächlich sind Schädel-Hirn-Traumata, Superinfektionen von Wunden und Knochenbrüche zu behandeln."

Einsatzleiter Michael Lesmeister zeigte sich erleichtert, dass I.S.A.R. Germany jetzt die Arbeit im Katastrophengebiet aufnehmen konnte. "Es war noch nie so schwer, in ein Einsatzgebiet zu gelangen", so der 46-Jährige, der schon nach zahlreichen Naturkatastrophen weltweit im Einsatz war. Die philippinischen Behörden hätten das Team zwar intensiv unterstützt, allerdings seien die Flugkapazitäten aufgrund der Dimension der Katastrophe vollkommen ausgelastet gewesen. Hinzu kam, dass zwischenzeitlich ein weiterer Sturm über die Inseln gezogen war.

Das deutsche Team hat in Palo 24 Ärzte, Sanitäter und Helfer im Einsatz. Sie behandeln die Patienten in Zelten. Die gesamte medizinische Ausrüstung wurde aus Deutschland mitgebracht. Dazu zählen auch zwei Tonnen Medikamente. Dabei handelt es sich um ein so genanntes „Medical Health Kit" und ein „Trauma Kit". Mit dem „Medical Health Kit" können 30.000 Menschen einen Monat lang medizinisch versorgt werden. Es beinhaltet Schmerzmittel, Antibiotika, Verbandsmaterial, Infusionslösungen und Wasserentkeimungstabletten. Das Trauma Kit wurde speziell für I.S.A.R. Germany zusammengestellt. In Paketen sind u.a. chirurgische Instrumente, Wundauflagen, Wunddesinfektionsmittel, Narkose- und Schmerzmittel enthalten.

Koordinaten des Behandlungsplatzes in Palo
11° 9'33.74"N 124°59'28.15"E

Bilder vom Einsatz:
Sie finden künftig immer aktuelle Bilder vom Einsatz unter folgendem Link:
https://www.dropbox.com/sh/1siqvxhvsstz8w9/s02ehL3gLJ
Die Bilder sind rechtefrei unter Nennung der Quelle „I.S.A.R. Germany / BRH Bundesverband Rettungshunde“ verwendbar.

Medizinisches Team in Tacloban eingetroffen / Helfer werden in der Region Opfer des Taifuns „Haiyan" versorgen

Tacloban / Philippinen. (14.11.2013): Nach dem Taifun „Haiyan" ist das seit Sonntag auf den Philippinen befindliche Expertenteam von I.S.A.R. Germany im eigentlichen Einsatzgebiet eingetroffen. Mit einem Flugzeug der US Airforce wurden die 24 Mediziner, Sanitäter und Helfer nach Tacloban geflogen. Die Amerikaner hatten den Transport übernommen, um die philippinische Armee zu entlasten. Dadurch war ein relativ schneller Weitertransport ermöglicht worden. Die medizinische Hilfe werde in der Katastrophenregion dringend benötigt, hatten die Behörden in Manila zuvor mitgeteilt. Die Spezialisten werden nun in der Region um Tacloban Opfer des Taifuns „Haiyan" medizinisch versorgen. Zunächst wird die Einsatzleitung aber mit den örtlichen Behörden, die bereits auf das Eintreffen des Teams warten, den genauen Einsatzort abstimmen.

Einsatzleiter Michael Lesmeister berichtet in einer ersten Reaktion nach der Ankunft in Tacloban von unvorstellbaren Verwüstungen. „Die Menschen sind vollkommen verzweifelt. Wir beginnen so schnell wie möglich damit, einen Behandlungsplatz zur medizinischen Versorgung von Verletzten aufzubauen. Dort können dann pro Tag mindestens 100 Patienten betreut werden." „Wir haben dann die Möglichkeit, den Opfern adäquat zu helfen", so der medizinische Leiter Thomas Laackmann. „Aus der Erfahrung heraus wird es dabei hauptsächlich darum gehen, infizierte Wunden und Knochenbrüche zu versorgen. Auch kleinere Operationen sind möglich".
Im Gepäck haben die Helfer auch mehrere Tonnen Medikamente des Medikamentenhilfswerks "action medeor".

 

Humanitäre Soforthilfe

Die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany wurde im Jahr 2003 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Rettungsspezialisten aus verschiedenen Feuerwehren, Hilfsorganisationen und des BRH Bundesverbandes Rettungshunde. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die medizinische Versorgung von Menschen in Katastrophen- und Krisengebieten. Dafür stehen der Organisation Notfallmediziner, Rettungsassistenten und ein Managementteam zur Verfügung. In Deutschland wird ein Lagezentrum für internationale Einsätze und Großschadenslagen betrieben.

Die Mitglieder der Hilfsorganisation arbeiten ehrenamtlich und waren bislang u.a. nach den schweren Erdbeben in Pakistan (2005), Peru (2007), Indonesien (2009) und Haiti (2010) im Einsatz. Im Jahr 2011 leisteten Teams der Organisation Hilfe in einem tunesischen Lager für Flüchtlinge aus Libyen. In Kenia waren Helfer in den letzten Jahren mehrfach im Einsatz, um Menschen zu versorgen, die vor der Hungersnot in Somalia geflohen waren.
Der BRH Bundesverband Rettungshunde ist der größte und älteste deutsche rettungshundeführende Verband, seine Einsatzkräfte sind nach Richtlinien des Katastrophenschutzes ausgebildet und er führt seit über 30 Jahren internationale Einsätze durch.

Pressekontakt:
Informations- und Lagezentrum (ILZ): Tel.: +49 2841 9790216

Kooperationspartner I.S.A.R. entsendet Medical-Team auf die Philippinen

Mitglieder des BRH-Auslandskaders als Teil des Teams von I.S.A.R Germany auf dem Weg in die Katastrophenregion auf den Philippinen

I.S.A.R. Germany Team vor dem Abflug am Frankfurter Flughafen
I.S.A.R. Germany Team vor dem Abflug am Frankfurter Flughafen

Der Taifun Haiyan hat in dem Inselstaat gewaltige Zerstörungen hinterlassen, nach UN Angaben ist das Ausmaß mit der Tsunami-Katastrophe von 2004 zu vergleichen. Alleine auf den Inselgruppen Visayas und Luzon sind 25 Millionen Menschen betroffen. In der Region Capiz sind 90% aller Häuser zerstört.

Am Samstagmorgen wurde entschieden, dass der BRH gemeinsam mit I.S.A.R. Germany ein medizinisches Hilfsteam in die betroffene Region sendet. Das 24-köpfige Team, darunter Ärzte, Pfleger und Rettungsassistenten, wird im Schadensgebiet einen Behandlungsplatz aufbauen und betreiben. Dort können dann rund 100 Menschen pro Tag medizinisch versorgt werden. "Das Medical-Team der I.S.A.R. Germany entspricht genau den Anforderungen, die jetzt vor Ort verlangt werden. Sprich: Unabhängig von der katastrophalen Versorgungslage im betroffenen Gebiet sind wir in der Lage, uns für einen Zeitraum von zehn Tagen völlig autark selbst zu versorgen und somit auch die dringend benötigte medizinische / humanitäre Hilfe zu leisten", so I.S.A.R. Präsidentin Dr. Daniela Lesmeister.

Teamleiter Michael Lesmeister: "Die philippinische Regierung hat in einer Besprechung heute Morgen die Anwesenheit unseres Teams sehr begrüßt. Es ist das erste ausländische Medical Team mit der notwendigen Leistungsfähigkeit. Das Team wird nun auf Anweisung der Ministerien unter höchster Priorität in die total zerstörte Stadt / Region Tacloban verlegt."

Im Gepäck haben die Helfer auch zwei Tonnen Medikamente des Medikamentenhilfswerks "action medeor". Unterstützt wird der Einsatz von vielen Spendern, u.a. der Hilfsorganisation "Apotheker helfen". Außerdem stemmten die Feuerwehren Duisburg und Moers die gesamte Transportlogistik.

Der Abflug erfolgte am Samstag, 09.11.2013, um 22.15 Uhr von Frankfurt über Hongkong nach Manila. Hier gilt ein besonderer Dank der Lufthansa, die 30 bereits gebuchte Passagiere des Fluges nach Honkong ausbuchten, um Sitzplätze für das Hilfsteam zu schaffen.

Weitere Informationen:

http://www.isar-germany.de
www.bundesverband-rettungshunde.de/neuigkeiten-details/items/mitglieder-des-auslandskaders-auf-dem-weg-ins-katastrophengebiet.html
www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle_stunde/videotaifununddiefolgen100_size-L.html
www.isar-germany.de/home/news/medizinische-hilfe-fuer-opfer-von-taifun-haiyan-auf-den-philippinen/

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